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| Test: HP ProCurve 1800-8G Gigabit-Switch |
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Erster Eindruck
Meine Güte, ist das Teil ein Brecher! Ziemlich Gross und auch recht schwer, was auf die sehr stabile Stahlblechkonstruktion zurückzuführen ist. Somit ist er zumindest von der Konstruktion her perfekt für den harten LAN-Einsatz geeignet.
An beiden Seiten sind jede Menge Luftlöcher vorhanden, die auch nötig sind, da der Switch im Betrieb doch relativ warm wird. Weiterhin sind dort Gewinde vorhanden, um den Switch mit einem Optional erhältlichen Rack-Mount-Kit auf das 19"-Maß zu bringen, wie es im Serverbereich eingesetzt wird. Wir haben eins der Gewinde für eine Kabelhalterung umfunktioniert, um dem Kabelsalat Einhalt zu gebieten.
Die Front gestaltet sich wie bei fast allen Switchen üblich recht Schlicht. Positiv: Die Betriebs-LED's befinden sich links von den Anschlüssen, und werden so nicht durch die Kabel verdeckt. Dort wird angezeigt welche Verbindungsgeschwindigkeit anliegt, eine Power-Leuchte ist ebenso vorhanden wie eine "Fault"-LED, die Rot Leuchtet, wenn etwas mit dem Switch nicht stimmt. Die Kleinen Nummern der Ports Blinken bei Aktivität, was das ganze auch nicht zu sehr Zur Lightshow verkommen lässt, da diese Nummern recht klein sind.
Die Anleitung und Firmware-updates sind über die Webseite http://www.procurve.com abrufbar, wo wir auch direkt dem Switch die aktuellste Firmware verplättet haben.
Die Installation Gestaltet sich theoretisch denkbar einfach: Auspacken, aufbauen, LAN-Kabel rein, Fertig. Doch halt: Der ProCurve besitzt ein Webinterface, das die Konfigureation der Einzelnen Ports ermöglicht:
Dort kann man diverse Dinge einstellen, die einem das Leben vereinfachen, und erweiterte Funktionen bereitstellen, wie z.B.
Trunking Vlans Trafficpriorisierung Port-Begrenzung Port-Mirroring Statistik-Anzeige
und vieles Mehr. Diese Funktionen im Detail zu erklären wäre ein eigener Artikel, und wir wollen hier auch mehr den Unterschied zu einem "normalen" 0815-GBit-Switch aufzeigen, die oft nur Intern über alle Ports mit 1GBit kommunizieren. Das Problem hierbei: Oft geht die Bandbreite ziemlich in den Keller, da sich alle Ports eben diese 1GBit teilen müssen, was auf 8 Ports gerechnet nur unwesentlich mehr als 100MBit/s darstellt. Beim HP ist das anders, er ist intern mit 16GBit angebunden (Je 1GBit up- und Downstream je Port). Somit stellt der Switch auf keinen Fall den Flaschenhals der Kette dar, da spielt in erster Linie die Gewindigkeit der Festplatten und der eingesetzten LAN-Karten eine Rolle. Bei Tests erreichten wir einen Datendurchsatz von konstanten ~42MB/s pro Sekunde fest, was gleichzeitig die Maximale Datenübertragungsrate bei der Eingesetzten Festplatte in dem getestetem Laptop darstellt. Theoretisch sind bis zu 128MB/s Durchsatz denkbar, was aber nur Selten voll ausgenutzt werden kann, da die Hardware eben der Limitierende Faktor ist.
Was die Zocker unter uns Interessieren wird: verbessert sich der Ping? Nun, kaum, es ist zwar eine Verbesserung von 2-5 ms zum Vorher eingestzten ~20€ 100MBit-Switch spürbar, was aber eher auf die Trafficpriorisierung zurückzuführen ist. Bei abgeschalteter Funktion haben wir keine Veränderung gemessen. Interessant wird es erst, wenn man große Datenmengen verschiebt. Hier kommt die Hohe Bandbreite voll zum Tragen: So ist eine 2GB-Datei innerhalb von ca. einer Minute übertragen. Jeder, der schonmal einen dicken Datenklotz durchs Netzwerk bewegt hat, wird begeistert sein.
Fazit:
Rein objektiv betrachtet ist der HP ProCurve 1800-8G eher was für die Frickler und Bastler und Poweruser, da die Erweiterten Funktionen kaum im Privaten Umfeld gebraucht werden. Aber die Tatsache, das HP 30 Jahre Garantie auf die ProCurve-Produkte gibt, sowie das sehr stabile Gehäuse, das ausgeklügelte Layout und die Voll angebundene 16GB-Backplane machen den doch recht happigen Preis ab ca. 130€ wieder wett. Man könnte von einer "Investition fürs Leben" sprechen. Uns hat der ProCurve 1800-8G voll überzeugt, und wird auch in Zukunft das Netzwerk auf Trab halten.
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| #1 am 01.03.2008 um 16:03 Uhr |
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