Wie bereits in der News beschrieben ist hier nun ein umfassender Artikel zu AMD?s neuen Desktop-Prozessoren. Die Themen: - Die neue Architektur - Die neuen Stromspartechniken - Die neuen Features - Modellübersicht zum Start - Preise und Verfügbarkeit - Fazit Die Neue Architektur Der Phenom setzt auf den Agena Core der baugleich mit dem vor bereits Zwei Monaten vorgestellten Barcelona Core der neuen Opteron Server-Prozessoren. Im Detail heißt dies 128 KiByte L1-Cache (je 64 KiByte für Daten und Instruktionen) und 512 KiByte L2-Cache pro Kern. Allerdings können die vier Kerne gemeinsam auf einen neu eingeführten 2 MB großen L3-Cache zugreifen. Dieser soll laut ersten Messungen bis zu 5% mehr Leistung in Spielen bringen. Weitere neuheit der Star-Core Architektur sind die untereinander vernetzten Kerne, so kann jeder einzelne Kern auf die Daten im Cache eines anderen Kerns zugreifen, dadurch wird der weg über den Chipsatz gespart und das spart zeit. Die FPU-/SSE-Einheiten sind nun 128 Bit breit (vorher: 64 Bit), 128-Bit-SSE-Instruktionen werden nun in eine statt zwei Mikro-Instruktionen übersetzt. Zudem hat AMD die Sprungvorhersage verbessert. Ebenfalls verbessert wurde der integierte Speichercontroller, dieser verfügt nun über eine von den Kernen unabhängige Stromversorgung. Dies ermöglicht es einzelne Kerne abzuschalten und das Spart Energie. Vom Speichercontroller unterstützt werden DDR2-Speicher des Typs 667, 800 und 1066. Eigentlich handelt es sich um zwei Speichercontroller die unabhängig von einander jeweils einen Kanal verwalten. Die Umstellung auf DDR3 soll erst 2009 mit dem AM3 Sockel erfolgen. Für die restliche Anbindung der Komponenten ist der neue HyperTransport 3.0 verantwortlich, dies ist die neueste Ausbaustufe der der Punkt-zu-Punkt-Verbindung und erreicht nun eine Bandbreite von 16Gbyte. Bei den Vorgängern waren es noch maximal 8Gbyte. Der Phenom wird voll Kompatibel zum Sockel AM2 sein, allerdings wird er dort nur mit HyperTransport 1.0 bzw. 2.0 laufen.
Die neuen Stromspartechniken Nachdem AMD die Leistungskrone an Intel verloren hat, hat sich AMD nur noch auf die Leistung pro Watt konzentriert. So wird mit dem Phenom die neue Stromspartechnik Cool'n'quiet 2.0 eingeführt. Mit diesem kann die Taktfrequenz für jeden einzelnen Kern seperat verändert werden. Die Aufteilung der Spannungsversorgungen plant AMD für die Sandtiger-Plattform 2009. Die neue Technik "CoolCore", bekannt vom Barcelona erlaubt es einzelne Kerne abzuschalten. Die neuen Features Für den Phenom hat sich AMD noch ein weiteres Bonbon einfallen lassen auf welches vor allem Übertakter freuen werden. Das Tool "Overdrive" erlaubt es, die Taktfrequenz und einige weitere Systemparameter unter Windows zu verändern. Zudem stellt das Tool eine automatische Tuning-Funktion sowie einen Stabilitätstest bereit. Modellübersicht zum Start Zum Start werden zwei Modelle zur verfügung stehen. Dies wird der Phenom X4 9500 mit 2,2GHz und der Phenom X4 mit 2,3GHz Taktfrequenz sein. Beide Modelle sollen eine Maximale TDP von 95W aufweisen. Der nächste wird Anfang 2008 der Phenom X4 9700 mit 2,4GHz sein. Phenom-Prozessoren mit vier Kernen gehören der 9000er-Reihe an, Dreikern-Abkömmlinge, die im ersten Quartal 2008 erscheinen sollen, werden als 8000er-Serie geführt. Die älteren Zweikern-Prozessoren heißen nun Athlon 6000, Einkern-Prozessoren gehören der 1000er-Serie an.
Preise und Verfügbarkeit Die einstiegs Phenoms werden bei einigen Deutschen Online-Shops gelistet, die nach Angaben von AMD 169€ (9500) und 190€ (9600) kosten sollen. Die Preise der Händler weichen aber noch ein Wenig davon ab, dort wird für den 9500 218€ und für den 9600 245€ verlangt. Aber immerhin sollen diese innerhalb de nächsten Tage bereits verfügbar sein. AMD will anscheind nicht sofort die Katze aus dem Sack lassen und konkurriert bei diesen moderaten Preisen direkt mit der Mittelklasse des CPU Herstellers Intel mit seinem Core2Quad 6600, der für zirka 220€ verfügbar ist. Geihals Preisvergleich
Fazit Nach nun mehreren Jahren entwicklung geht AMD mit seinem eigenen Vierkern Prozessoren an den Start. Zwar lassen noch erste neue Leistungsrekorde der neuen Architektur auf sich warten aber durch die doch sehr Moderaten Preise von AMD sind die Phenoms der ersten Tage eine gute Alternative zu den Produkten der Konkurrenz in der Mittelklasse.
Infoquelle: PCGamesHardware.de
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