Die Cebit ist vorüber und auch wir wollen euch über einige Hardware Neuigkeiten berichten. Eine nun nicht gerade sehr aktuelle Neuigkeit ist 3D Vision von Nvidia, die schon 2009 auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde, aber sind wir mal ehrlich, so richtig traute sich keiner dieses Equipment für den Heimgebrauch zu kaufen. Dieses Jahr gab es aber auf der Cebit in der Acer Gaming Arena einem großen Bereich, in dem man an verschiedenen PCs zum einen das Spiel "Avatar" und zum anderen "Need for Speed - Shift" in 3D spielen konnte.  Wer sich nun fragt, wie dieses 3D-Vision funktioniert, hier einmal eine kurze Erläuterung: Man benötigt eine 3D Vision Shutter Brille von Nvidia. Dabei enthalten ist der Infrarot Sender und die Brille. Desweiteren eine 3D-Vision fähige Nvidia Grafikkarte und einen 120hz LCD Monitor. Der Sender synchronisiert die Brille mit dem Monitor und 120-mal in der Sekunde werden die Bilder gewechselt und abwechselnd das linke und rechte Auge geschlossen, bzw. wieder geöffnet. Damit wird erreicht das die Augen nicht auf die einzelnen Bilder Fokussieren können und damit ein 3D-Effekt entsteht. Dass dies auch mit Beamern funktioniert, wurde ebenfalls am Acer Stand gezeigt. Hier waren es aber nicht nur ein Beamer, sondern gleich drei davon. Da jeder in FullHD Auflösung ein Bild ausgab entspricht das von einer Gesamtauflösung von 5760x1080 Pixeln. Leider war zur zeit unseres Besuches das System aber noch Stark von Fehlern befallen und brachte den Rechner auf dem das Spiel lief regelmäßig zum Absturz. Nach Berichten von DeathForce aber funktionierte dies aber zum Ende der Woche hin nachdem Nvidia mit einem komplett umgeschriebenen Treiber ankam.
Die Spiele: Bei den zwei Spielen handelte es sich, wie bereits erwähnt um "Avatar" und "Need for Speed - Shift", welche beide nach kurzer Eingewöhnungszeit in das 3D-Gaming echt Spaß gemacht haben. Bei Avatar war die Steuerung ziemlich schwammig, dies könnte an den PCs gelegen haben, weil die Details alle auf das Maximum gepusht waren und die Rechner schon recht ordentlich waren (Acer Predator) aber dennoch bei dem Spiel mit 2 verschiedenen Bild-Berechnungen wohl dann doch an die Grenzen kamen. Dennoch war es eine absolute Augenweide dieses Spiel zu sehen und anzuspielen. Nach einiger Zeit kam man auch wirklich mit dem 3D klar und hat es einfach nur genossen.
Bei Need for Speed - Shift war es in etwa gleich, jedoch war hier wohl eher die größte Schwierigkeit für einige, mit dem nicht-vorhandenen Lenkrad ein Autorennen zu spielen. Also Tastatur zocken war angesagt. Hier kommt das 3D-Feeling ebenfalls nach ganz kurzer Eingewöhnungsphase zum Vorschein und man kann auch dies im Vollen genießen.
Nachteile bei 3D-Vision: Die gibt es leider auch und ich muss sagen, mir sind diese Nachteile nicht unter gekommen, aber einigen anderen Leuten, mit denen ich mich Vorort an dem Stand unterhalten habe, um verschiedene Meinungen einzuholen.
Einmal kann es dazu führen, wenn man zum ersten Mal spielt oder auch schon öfters gespielt hat, dass man starke Kopfschmerzen bekommt und einem schnell übel wird. Dies kann aber genauso im Kino passieren, also sollte man im Kino keine Kopfschmerzen und Übelkeit bekommen, sind die Zeichen gut dass man bei 3D Vision dies auch nicht bekommt. Desweiteren ist ein sehr großer Nachteil dass das Bild sehr dunkel wird, weil die Augen es natürlich sehen können das Bild aber 60 mal in der Sekunde wird das Auge dunkel gemacht und somit sieht man es ca. halb so hell nur noch. Manche Leute haben auch gar keinen 3D-Effekt gesehen. Diese Leute hatten dann eine Sehschwäche auf dem einen Auge, oder das Gehirn konnte die Bilder nicht richtig verarbeiten.
3D-LCD TVs Diese gab es auch bei der Cebit zu genüge, jedoch ist die Technik im Grunde die selbe wie bei Nvidia 3D-Vision und ich selbst habe keinen großen Unterschied zwischen den einzelnen Herstellern gesehen, bis auf das Kontrastverhältnis. Manche waren ein wenig heller als die anderen aber auch nicht sehr nennenswert. Was aber sehr schön anzuschauen war, war der 3D LCD TV an einem kleinen Rondell hinter dem T-Com Wasserfall. Da ist man vorbei gegangen und ich habe meinen Augen nicht getraut, denn in diesem TV wurde die 3D-Prisma Technik benutzt und man konnte ohne Brille 3D sehen. Leider jedoch nur wenn man gerade vor dem Bildschirm in etwa 4 Metern Entfernung stand. Aber dennoch war dies Atemberaubend, denn ich habe so etwas zuvor noch nicht gesehen.
|